Die Geschichte des Fotoalbums lässt sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Ein „Photographie-Album“ wie es damals genannt wurde, bestand aus mehreren Seiten Karton, in die Fenster ausgestanzt waren, um den ausschließlich professionell entstandenen Portraits einen würdigen Rahmen zu geben. Die gebundenen Seiten wurden dann meist mit Goldschnitt versehen und in echt ledernem Einband mit einem Klappenschloss versehen.[@more@]Durch die fortschreitende Technik wurde Fotografieren zu einen Amateurhobby und es entstanden vielfältige Aufbewahrungs- und Archivierungsmöglichkeiten für Papierfotos.
Mögliche Fotoalben sind in der heutigen Zeit Buchalben, Spiralalben, Einsteckalben, Buchschraubenalben, Selbstklebealben, Memoalben (Einsteckalben mit Beschriftungsfeldern) und Fotoboxen.
Der Einband eines Albums meist aus Leder, hochwertigem Papier oder auch Kunststoff. Das klassische Fotoalbum hat Blätter aus leichtem Karton mit Zwischenblättern, meist aus Pergamin. Der säurefreie Karton wird hierbei als Standard vorausgesetzt.
In Deutschland werden die wenigsten Alben gefertigt. Selbst alteingesessene Hersteller lassen heutzutage in Osteuropa und Asien produzieren.
Aus den USA und Kanada stammt ein neuer Trend, der auch seit Anfang der 2000er Jahre bei uns Freunde gefunden hat – Fotoalben als Scrapbook zu gestalten. Fotos werden hierbei eingeklebt und gleichzeitig mit passenden Dingen wie Aufklebern, Eintrittskarten, Texten usw. verziert.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Fotoalben werden beim scapbooking Geschichten erzählt und die Fotos durch künstlerische Gestaltung aufgewertet. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.
Ein Fotoalbum in Form eines Buches ist ein Archiv, welches Bilder, Karten, Pläne, Schriftstücke aufbewahrt, die einen bleibenden Wert und ein gemeinsames Thema besitzen. Diese eher historische Definition wird in der heutigen Zeit um das elektronische Archiv erweitert.
Reine Aufbewahrung bedeutet im weitesten Sinne Speicherung auf einem Medium (Plattenspeicher, Chip, Magnetband usw.) bzw. in einem System (Dokumentenverwaltungssystem), welches online zur Verfügung gestellt wird.
Die Überlegung, welche Form der Archivierung für welche Fotos sinnvoll und angenehm ist –elektronisch oder traditionell – bleibt jedem selbst überlassen.
Wir denken, dass ein Fotoalbum als Buch für besonders schöne Anlässe wie Geburt, Hochzeit, Silberhochzeit, Jubiläen, Konfirmation usw. weiterhin Bestand hat.
Bilder sind Emotionen und in Papierform meistens besonders ausdrucksstark. Sagt man nicht manches Mal:
„Da sind mir Fotos in die Hände gefallen und ich habe mich an…………………. erinnert.“
Bei einer Bild-CD wird das eher nicht vorkommen.
Ein Beitrag des Teams SOLO-design
